Geige um 1920

Geige 4/4-Größe

Modell nach Stradivari                      

zurück zur Übersicht

 

geige_756Eine solide Handwerksarbeit vermutlich aus Schönbach (heute Luby, Tschechien) um 1920, mitten im alten Zentrum des böhmischen Geigenbaus. Gearbeitet wurde nach einem Stradivari-Modell, die Wölbungen sind nach diesem Ideal gekonnt und harmonisch ausgeformt. Die verwendeten Hölzer, breit und tief geflammter Bergahorn für den Boden und gleichmäßig gewachsene Bergfichte mit mittlerem Jahresabstand, sind für dieses Modell optimal. Als das Instrument in die Werkstatt kam, wies es keinerlei wertmindernde Altschäden auf. Nur den Lack hatten wir zu reinigen, etwas zu retuschieren und zu polieren. Die leichten Altimitationen wurden noch vom Erzeuger selbst eingebracht (ihre besondere Art und Weise verrät uns die Schönbacher Handschrift). Damit die Geige auch gut auf sich aufmerksam machen kann, haben wir ihr die schönsten Wirbel aus unserem Werkstattlager verpasst.

Korpusmodell: nach Stradivari
Korpuslänge: 36,1 cm
Korpusbreite oben: 16,7 cm
Korpusbreite unten: 20,7 cm

Deckenmensur: 19,4 cm
Halsmensur: 13,0 cm
Deckenholz: Aus sehr, gleichmäßig und gerade gewachsener Bergfichte mit mittelbreiten Jahresabstand.
Bodenholz: Zweiteilig aus gleichmäßig tief geflammtem Bergahorn.
Zargen- und Halsholz: Aus breit und tief geflammtem Bergahorn.
Lack: Goldgelber Spirituslack auf goldgelben Grund. Leichte Altersimitation Bestandteile: Evah Pirazzi-Gold-Saiten, Feinstimmsaitenhalter von Wittner, Kinnhalter aus Ebenholz, Ebenholzwirbel in Herzform mit Buchsbaumkragen und -Knopf.

Die Violine wurde 2013 in unserer Werkstatt klanglich und spielfertig eingerichtet.

Inventar-Nr. 13/96

zurück zur Übersicht