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Es ist ja wohl selbstverständlich, dass es beim Geigenbauer in der Großstadt alles gibt, was beim Spiel eines Streichinstruments benötigt wird.
 
Zunächst mal das Kolophonium. Ganz wichtig! Ohne dieses Baumharz würde auch der schönste Bogen auf den Saiten nichts ausrichten können. Die Bögen sind zwar mit Pferdehaar bespannt, die über die Saiten streichen sollen, aber nichts würde erklingen, wenn nicht das Kolophonium zu einer Reibung führen würde, die man auch hören kann. Wenn das die Pferde wüssten, würden sie auf der Weide nur noch Geige spielen. Auch Kolophoniumhersteller haben ihre Geheimnisse und können mal weich, für Kontrabässe, und mal hart, für Geigen, gießen. Metallzusätze von Silber über Gold bis hin zu Meteoreisen führen dann wieder zu bestimmtem Klang und können den Ton noch veredeln. Wenn dann das Harz auch nur in Neumondnächten gegossen wird, macht sich das bei dieser Sorte auch im Preis bemerkbar.
 
Der Geiger braucht seit fast 100 Jahren die Schulterstütze und seit 150 Jahren den Kinnhalter. Seit es Stahlsaiten gibt, werden auch Feinstimmer gebraucht. Ebenfalls seit 150 Jahren braucht der Cellist selbstverständlich den Stachel. Und hat er einen Stachel braucht er den Parkettschoner, der, wie der Name sagt, das Parkett schont, sich aber auch schon bei Linoleum, sogar bei Steinböden in Kirchen bewährt hat. Dämpfer – um den Klang zu verändern, Wolftöter (Na, für was wohl?), Putzmittel, Stimmgabeln, elektronische Stimmgeräte, Metronome und natürlich Notenständer gibt es und das alles in verschiedenen Ausführungen und Preislagen. Das Angebot des Geigenbauers summiert sich – wenn er noch alle Ersatzteile, Saiten und sein Holzlager hinzurechnet, können schnell 3.000 Artikel in der Inventur zusammen kommen.